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Das Zeitspiegelbild hat Gedanken und Meinungen, die es nicht für sich behalten kann und muss. BLOG sei dank. 


01. Oktober 2015, 10:08

Träume

Gestern sagte mir ein Bekannter, der Mensch sei von Grund auf schlecht. Natürlich habe ich diesen Satz schon oft gehört in meinem Leben. Regelmäßig lasse ich die Aussage so stehen, weil vor meinem inneren Auge unweigerlich Bilder einer Orgie der Zerstörung und Demütigung erscheinen. Das muss sprachlos machen. Die Brutalität, mit der viele Menschen alleine gelassen sind, scheint keine Grenzen zu kennen. Von Krieg, Gemetzel und Ausbeutung bis zur modernen Sklaverei lesen, hören und sehen wir in den Medien. Hinzu kommt das traumatisch daher kommende Bewusstsein, dass wir von der ökologischen Konstitution unseres Planeten abhängen, dieses aber vielleicht zu spät beherzigen wollen. Und dennoch kann ich mich nicht durchringen, zu bestätigen, dass der Mensch von Grund auf schlecht sei.
Der Mensch ist eine der unzähligen Verkörperungen des Lebens, ein Phänomen, das nicht über den Dingen steht. Es versucht, das eigene Leben zu erhalten. Wie der Baum, die Blume und das Tier. Das Leben ist eine Bündelung von Energie, mit den Konsequenzen, die uns sprachlos machen. Ist deshalb das Leben schlecht? Nein! Es bleibt objektiv ein Phänomen, das es zu steuern gilt. Und genauso ist es mit dem Menschen. Wir haben es individuell in der Hand, unser Leben zu gestalten, ergeben uns allerdings zu gerne in die Rolle des Opfers. Selbst wenn wir mit relativem Wohlstand gesegnet sind. Das Monster 'Mensch' bleibt unfähig, sich kollektiv der Askese hinzugeben und das Leben täglich neu zu ordnen. Askese steht hier für Gleichheit. Es ist der Ausgangspunkt des Zuwachses, die Null auf einem Zahlenstrahl, der ins Positive führt.
Was wäre die Welt ohne Träumer? Wie wäre das Leben ohne Träume. Träume sind rettende Anker in einem Meer des Wahnsinns. Sie sind Quelle der Hoffnung und der Inspiration. Der Traum ist der Spiegel der Seele. Ein Mensch kann die Welt nicht ohne Träume begreifen. Das Leben stellt sich in seiner unermesslichen Vielfalt so komplex dar, dass wir den Traum als Krücke auf dem Weg zum Begreifen benötigen. Wir verarbeiten im Traum unsere individuellen Eindrücke und erwachen in einer Welt des Schreckens, der wir scheinbar hilflos ausgeliefert sind. Also geben wir uns wieder der Suche nach dem individuellen Glück hin und hoffen auf ein wenig Freude. Lassen wir bitte niemanden alleine auf der Suche nach einem schönen Leben. Alle Menschen sind gleich, aber doch individuell verschieden. Und gerade deshalb ist der Mensch fähig, gut zu sein.

Bis zum nächsten Mal
Euer Zeitspiegelbild

Redakteur

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29. September 2015, 18:04

globaler Realismus

Ich bin mir nicht sicher, ob vielen Menschen bewusst ist, wie sehr wir uns unentwegt in historischen Prozessen befinden. Diese können gewaltige Ausmaße annehmen. Die aktuellen weltpolitischen Vorgänge sind bedrückend. Wechselnde Allianzen, Kalkül und weit verbreitete Ohnmacht werden in einem Tsunami des Erschreckens mitgerissen. Ständig werden neue Brandherde entfacht und erst langsam wird deutlich, mit welcher Wucht die Menschheit durch die derzeit tobenden Kriege getroffen wird. Hinzu kommen das geschundene Klima, ökologische Verschiebungen, alte und neue Krankheiten, bis hin zu Seuchen und Naturkatastrophen. Die wirtschaftlichen Desaster in weiten Teilen dieser Erde rangieren dagegen schon auf nachrangigen Plätzen, wenngleich Hungertote unzählig zu beklagen sind. Das Leben auf diesem Planeten ist so hart, dass viele es nicht lange schaffen. Das ist globaler Realismus. Und weil die Welt so real ist wie sie ist, ist die Forderung nach einem realen Globalismus nicht nur ein Wortspiel. Ich mag meine Gedanken in den vergangenen Beiträgen nicht als absurd abtun.
Wir können natürlich so weiter machen wie bisher und warten, bis ein Leben der Menschen auf dieser Erde nicht mehr möglich ist und einige tausend ach so tolle Gehirne ins Weltall geschickt werden. Die Körperlichkeit des Menschen ist für die Eroberung des Universums kein Handicap mehr. Maschinen könnten die Gehirne betreuen. Irgendwann würden dann die Gehirne durch Festplatten mit tauglichen Betriebssystemen ersetzt werden können. Ein unermesslicher Verlust scheint das nicht zu sein. Vermutlich gibt es in unserer verrückten Welt politischen Handelns sogar schon einen Notfallplan für die galaktische Evakuierung. Und Samenbanken gibt es nicht nur für die Pflanzen dieser Erde. In ferner Zukunft könnten diese Maschinen irgendwo im Weltall eine Spezies finden, denen sie als Götter erscheinen. Dann endlich hätte der Mensch was er will, seine behauptete Göttlichkeit.
Doch bevor es soweit ist, werde ich mich weiterhin dem Lernprozess des Menschen im Zuge des Alterns widmen und einige meiner Gedanken in Richtung meines Wunsches nach einem realen #Globalismus lenken.

Bis zum nächsten Mal
Euer Zeitspiegelbild

Redakteur

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26. September 2015, 14:30

Realer #Globalismus

Ich bin nicht der einzige Mensch, der Wünsche, wie sie unter Zeitspiegelbild.​de/​Blog formuliert sind, nach außen trägt. Wünsche, die leicht als Spinnerei abgetan werden können. Die als Impuls für literarische Ambitionen, wie ich sie pflege, durchaus dienlich sein können, aber keinen praktischen Wert zu haben scheinen. Wie ernst kann und darf genommen werden, wer mit derartigen Gedanken öffentlich hausieren geht? Meine Sorge, ich könnte ins Lächerliche fallen, möchte ich nicht verhehlen. Aber gerade diese Sorge beflügelt mich, den Gedanken an eine bessere Welt weiterhin nachzugehen. Frau Merkel hat es jüngst in Ihrer Rede zur Agenda 2030 der Vereinten Nationen formuliert. „Jedes große Vorhaben fängt im Kopf an“! Man muss kein Anhänger dieser Dame sein, um ihr an dieser Stelle Recht zu geben.
193 UN-Staaten beschäftigen sich derzeit mit dem Ziel einer #Agenda2030. Das ist ohne Zweifel erfreulich. Die Halb-, Viertel-, oder sonstige Teilherzigkeit der Anstrengungen für die Bemühungen, zum Konsens gebrachte Ziele tatsächlich zu erreichen, offenbart sich leider bei der Bewertung dessen, was der Welt die Millenniumsziele, die auf einem UN-Gipfeltreffen im Jahr 2000 vereinbart worden sind, gebracht haben. Nur ein Bruchteil dessen, was formuliert war, ist real geworden. Aber es ist und bleibt gut, Ziele zu verfolgen. Das sind immerhin therapeutische Ansätze. Und in der realen Welt sind Bruchteile von Erfolgen für viele Einzelne ein Segen. Jedes einzelne Kind, das dank dieser Zielsetzungen eine Schule besuchen kann, jeder Mensch, der vor dem Hungertod gerettet wird, erscheint als kolossaler Erfolg.
Ein 'realer Globalismus' darf nicht mit negativem Stigma besetzt werden, wie ihn der reale Sozialismus erfahren hat, nur weil die Welt nicht in dem Zustand ist, wie wir Träumer sie gerne sähen. 'Am Ball bleiben' heißt die Devise. Konstruktive Kritik ist das, was die Menschen weiter bringt, weil wir und unsere kollektive Geistesleistung in diesen Fragen immer noch auf Grundschulniveau sind.
Natürlich stellt sich immer wieder die Frage nach der Finanzierung der heroischen Ziele. An dieser Stelle muss ich natürlich die schwachsinnige Herstellung von Waffen erwähnen, die allen humanistischen Zielen zuwider läuft. Waffen gibt es nicht nur genug, es gibt zu viele. Man stelle sich das durch die weltweite Waffenindustrie gebundene Kapital und die in dieser Industrie gebundene menschliche Produktionskraft in gewandelter humanistischer Mission vor. Unzählige ökologisch nachhaltige Projekte für die Schaffung einer global gemeinnützigen Infrastruktur könnten finanziert werden und unzähligen Menschen Arbeitsplätze geben. Zumindest muss eine angemessene Gewinnabschöpfung für den Einsatz in humanistischer Mission als Etappenziel erwogen werden.
Ich höre auch nicht auf, über die Ausbeutung der Bodenschätze dieses Planeten nachzudenken. Auch insoweit sind die Vereinten Nationen verpflichtet, eine Gewinnabschöpfung für den zweckorientierten Einsatz im Sinne der Agenda 2030 anzustreben. Nicht erst mit dem Beginn der Ausbeutung anderer Planeten muss Konsens sein, dass Bodenschätze global zu nutzen sind.

Bis zum nächsten Mal
Euer Zeitspiegelbild

Redakteur

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24. September 2015, 20:36

Globalismus

Mit dem Anspruch, ein Modell der Welt zu finden, das die Zufriedenheit aller Menschen gewährleistet, also einen humanitären #Globalismus zu kreieren, rutscht man unversehens in diktatorische Ambitionen, die schon durch das erste Raster in den gedanklichen Abfall fallen.
Wenn man sich Gedanken über ein Modell der Welt macht, streift auch gerne der Begriff #Weltordnung durch die Hirnwindungen. Der Begriff gefällt mir nicht sehr, weil er den Rest an Unordnung, der immer vorhanden sein wird, ausgrenzt. Ausgrenzung ist und bleibt kritisch. Unordnung ist durch eine zuverlässige Infrastruktur zu bewältigen. Und weil die Freiheit des Menschen das höchste Ziel bleibt, ist das Ziel aller Anstrengungen die Versorgung aller Menschen mittels eines gigantischen logistischen Programms. Die Fähigkeit des Menschen, zu einer besseren Existenzform zu finden, der #Humanismus, bleibt weiterhin gefordert.
Die #Vernetzung im Auftrag der Logistik und die Schaffung von Verteilungszentren unter Einbeziehung der infrastrukturellen Anstrengungen werden in meinem Modell wesentlichen Raum einnehmen. Die #Flüchtlingswelle sollte uns helfen, Gedanken an einen höheren Weltfrieden real in den Vordergrund zu stellen und die Versorgung aller Menschen in einer ungeordneten Welt zum Grundsatz menschlichen Anliegens zu erheben. Sie bietet Anlass, sich humanistischen Gedanken hinzugeben und die Vorstellung von einem realen #Globalismus aufzubauen.
'Das Zeitspiegelbild' und 'Das Original' geben derweil vielleicht den einen oder anderen Hinweis.

Bis zum nächsten Mal
Euer Zeitspiegelbild

Redakteur

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23. September 2015, 08:26

Der höhere Sinn des Lernens

Die Fertigkeiten des Menschen basieren auf seiner natürlichen Begabung, im Zuge des Alterns sehr komplexe Verhaltensweisen nachzuahmen. Diese besondere Fähigkeit nennen wir lernen. Denken ist der krönende Abschluss durch Verknüpfungen des Erlernten. Das ist sehr verkürzt dargestellt, genügt aber, um darauf aufmerksam zu machen, dass wirklich alles Erlernte verknüpft wird. Bewusst und unbewusst. Wer in einer gewalttätigen Umwelt aufwächst, läuft in besonderem Maße Gefahr, im weiteren Leben selbst die Hand zu erheben oder schlimmstenfalls zu einer Waffe zu greifen, um für seine Interessen zu kämpfen. Diese Erkenntnis ist keineswegs neu. Im Gegenteil, es scheint ein hingenommener Umstand geworden zu sein. Natürlich bemüht man sich um soziale Brennpunkte. Ist damit aber der Kern des Problems wirklich getroffen? In meinem letzten Beitrag habe ich gefordert, das Unterhaltungsgemetzel in Filmen müsse ein Ende haben. Dazu stehe ich. Ich gebe allerdings zu, dass nicht wenige dieser Filme auch auf mich einen unüberwindbaren Reiz ausüben und mich fesseln können. Wenn ich aber in der Werbepause zappe, passiert es mir immer wieder, dass ich bei wunderbaren Tieren und unendlich schönen Landschaften über und unter Wasser verbleibe. Oder im Universum, um mir die Sterne, die Galaxien, den Raum und die Zeit erklären zu lassen. Nicht weniger faszinieren mich andere Völker und Kulturen. Das lernende Altern ist mit diesen Eindrücken um ein vielfaches schöner.
In einer meiner Liebesbeziehungen, die besonders streitbar war, hatte ich irgendwann den Eindruck, dass unser Streitverhalten von schlechterer Qualität war, wenn in stärkerem Maße Gewaltfilme konsumiert wurden. Bei Liebesschnulzen meinte ich, eine deutliche Besserung festzustellen. Das Aggressionspotential war geringer, der Umgang miteinander gepflegter. Ich bin es im bescheidenen häuslichen Rahmen empirisch angegangen und habe unser Verhalten insoweit beobachtet und meinen ersten Eindruck bestätigt empfunden. Natürlich sind Liebesschnulzen grässlich, aber vielleicht nur deshalb, weil ihre Qualität nicht erkannt wird. Findige Strategen im Filmgeschäft sollten herausfinden, wie man derartige Produkte erfolgreich auf dem Markt etablieren kann. Die Menschheit ist kreativer geworden, das darf in alle Richtungen gelten, insbesondere in die wünschenswerten. Es muss auch gute Liebesschnulzen geben können.
Auch scheint es, als sei schon die mediale Prägung der Kinder die mentale Vorbereitung auf gewalttätige, insbesondere kriegerische Auseinandersetzungen. Nach einem guten halben Jahrhundert des Lernens kann ich mit Sicherheit sagen, dass die mediale Gewaltpräsenz extreme Ausmaße angenommen hat. Das hat natürlich wesentlich mit der wachsenden Zahl wirtschaftlicher Mitstreiter zu tun.
Den Medienmachern, Produzenten, Drehbuchautoren, Regisseuren und Schauspielern sowie im Grunde allen am Filmgeschäft Beteiligten fällt frei von Vorwürfen eine Verantwortung zu, die offensichtlich nicht deutlich genug im Bewusstsein verankert ist. Freiwillige Selbstkontrolle und Bewusstseinsschaffung (auffälliges bedeutendes Wort) sei an dieser Stelle angeregt. Wie wäre es zum Beispiel zunächst mit einer Quote? Das ist ein inzwischen gängiger Begriff und dürfte konsensfähig sein. Die Freiheit der Kunst ist ein hohes Gut. Auch der Filmkunst gebührt Ehre. Und Ehre möchte nicht im Schmutz landen.
Glücklicherweise bin ich nicht im Filmgeschäft (warum eigentlich nicht?​) und begnüge mich mit http:​/​/​www.​Zeitspiegelbild.​de/​Das-Original) als Gehege für die Phantasie. Ich möchte mit neuen Gedanken aufwarten. Lernen hat einen höheren Sinn!

Bis zum nächsten Mal
Euer Zeitspiegelbild

Redakteur

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21. September 2015, 09:13

Weltmodellage II

In meinem letzten Beitrag war ich auf der Suche nach einem humanistisch erträglichen Modell der Welt hoffnungsfroh, dass die medialen Netzwerke eine Aussicht liefern könnten, uns zu verstehen und zu vertragen. Schaut man sich die Aktivitäten im Netz an, stellt man natürlich schnell fest, dass Himmel und Hölle auch im Netz miteinander konkurrieren. Das Gute und das Böse im ständigen Widerstreit, Yin und Yang als Leitfaden für die Suche nach der Mitte, das freie Spiel der Kräfte, alles was wir in der Vorcomputerzeit erleben durften und mussten, erleben wir auch im Zeitalter des Internets. Krieg und Spiel, Spaß und Trauer, Sieger und Verlierer. Der einzige Unterschied scheint darin zu liegen, dass wir mehr Informationen erhalten als früher.
Das Netz ist jung. Also bleibe ich optimistisch, es kann besser werden. Das Netz ist ein Sprachrohr für alle. Und wer genau hinschaut, findet hinreichend Hinweise darauf, dass es den Menschen auf Geborgenheit ankommt. Im Grunde wollen alle das Gleiche. Weil wir eben Menschen sind. Wir empfinden alle Wut, Ärger, Liebe, Angst, Hoffnung und Freude. Frieden wollen sogar diejenigen, die diesen mit Krieg durchsetzen wollen. Abgesehen von denen, die daran gut und sehr gut verdienen. Mir scheint, hier erschließt sich der nächste Schritt zu einer besseren Welt. Dieser Schritt ist so banal, dass man sich gar nicht trauen mag, ihn zu formulieren. Die Waffen müssen weg. Alle. Ab ins Weltall mit dem Schrott, Richtung Sonne.
Wenn ich an Waffen denke, lande ich mit meinen Gedanken immer wieder in unserer Medienwelt. Jeden Tag werden in Fernsehspielen zahllose Menschen geschlagen, erschlagen, erstochen, erschossen, gequält und drangsaliert. Gewalt ist Normalität, sogar in den Filmen für die jüngsten der Jüngsten. Die Helden vermitteln nicht mehr als die immer wieder hochgehaltene Hoffnung. Dieses Unterhaltungsgemetzel muss ein Ende finden. Obgleich ich zugeben muss, mich sogar zu ertappen, gelegentlich Genugtuung zu empfinden, wenn einem üblen Fernsehverbrecher das Licht ausgeschaltet wird. Zu meiner Verteidigung darf ich noch anmerken, dass ich sogleich auf Entsetzen umschalte, wenn ich befriedigte Rachegefühle feststelle. Aber das zeigt, so ist der Mensch und er muss an sich arbeiten. Und genau dabei können uns die Netzwerke und die Medien helfen, zu lernen, wie man friedlich miteinander lebt. Ich werde weiter darüber nachdenken.

Bis zum nächsten Mal
Euer Zeitspiegelbild

Redakteur

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19. September 2015, 20:56

Weltmodellage

Zuletzt hing ich den Gedanken an ein Modell der Welt nach, das mehr Frieden und Sicherheit bietet, als wir es gegenwärtig erleben. Meine Gedanken verfingen sich schnell in systematischen Fragen, das heißt, wie ich das Problem überhaupt gedanklich angehe. Zunächst dachte ich, mit dem Völkerrecht anzufangen. Wie ist das aktuelle beschaffen? Und vor allem, welche Optionen bietet es für die Zukunft, oder welche bietet es - aktuell - nicht? Die Gestaltung des menschlichen Miteinander hat äußerst formale Komponenten. Ein friedlicher Weg muss dies beherzigen und fordert historische Geduld. Die habe ich jetzt nicht, möchte vielmehr schnellstens wissen, wie ich mir die Welt vorstelle. Also schwenke ich meine Gedanken in eine andere Richtung.
Nach wie vor bin ich der Meinung, dass die Ressourcen dieses Planeten nicht so genutzt werden, dass es dem Wohle der gesamten Menschheit dienen könnte. Die Bodenschätze sind recht ungleich verteilt. Warum eigentlich, muss das so sein? Mein Modell sagt nein. Gut! Die Konsequenzen sind klar. Das Modell muss eine gerechte, logistisch durchführbare Versorgung aller Menschen gewährleisten. Mathematisch betrachtet vermutlich kein Problem. Zu oft habe ich gelesen und gehört, es müsse niemand Hunger leiden. Ich unterstelle dies jetzt als wahr, weil ich es glaube und weil ich es möchte.
Super! Ich bin einen Schritt weiter. Jetzt fällt mir die Leistungsfähigkeit von Computern ein. Auf Menschen ist kein hinreichender Verlass. Logistik! Das könnte eines meiner Lieblingsworte werden. Ein Modell der Welt macht schließlich keinen Sinn, wenn man nicht größtmögliche Mengen an Informationen verarbeiten kann. Wieder macht es Bling. Netzwerke! Ich bin begeistert, habe Hoffnung. Die Zukunft hat eine Chance. Ich bin vorerst beruhigt und gebe mich weiter meinen Gedanken hin.

Bis zum nächsten Mal
Euer Zeitspiegelbild

Redakteur

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18. September 2015, 20:18

Flüchtlingsströme

Der Flüchtlingsstrom geht auch mich etwas an. Warum? Mindestens, weil das Thema allzeit präsent ist, in den Medien, im Familien-, Freundes- und Bekanntenkreis, aber auch auf der Straße. Tenor aller gedanklichen Anstrengungen ist die Frage: Wo führt das hin?
Von der inneren Einstellung, die zu dieser sehr individuellen Fragestellung führt, hängt es ab, welches Zukunftsszenario im Geiste kreiert wird, ob Ängste aufgebaut werden, oder Chancen genutzt werden wollen. „Welche Chancen?​“, schlägt es einem entgegen. Zu Recht! Denn auch hier lauert wieder die innere Einstellung, die nach eigennützigen Chancen fragt, oder nach Chancen für die Menschheit.
'Moderne Völkerwanderung' las ich heute in der Zeitung. Völker sind in Bewegung. Das war immer so, das wird immer so bleiben, weil Lebensbedingungen generell äußerst komplex wirken und sich immer wieder ändern werden. Unstreitig ideal für Betroffene wäre eine globale Freizügigkeit für jeden Menschen. Natürlich gehörten dann die Ressourcen des Planeten ebenfalls allen. Die technisierte Erde ist nicht mehr so unüberschaubar groß, dass man sich nicht um die Belange am anderen Ende der Welt kümmern könnte. Ohnehin sind in der Geschichtsschreibung unzählige Ereignisse festgehalten, die nach historischer Verantwortung schreien. Wie nah ist die Weltgemeinschaft an einer umfassenden Wahrnehmung von Verantwortung, dass es sich lohnen könnte, diesen Gedanken weiter nachzuhängen? Menschen haben die Pflicht, sich für ein geordnetes Miteinander einzusetzen. Schon als Kind hörten wir es immer wieder: "Vertragt Euch!​“

Vielleicht ist es naiv, so zu denken, vielleicht aber auch mutig. Ich werde weiter über mein Modell der Welt nachdenken.

Bis zum nächsten Mal
Euer Zeitspiegelbild

Redakteur

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